FrauFM – laut + weiblich

FrauFM – laut + weiblich

Mit wem würden wir denn gerne mal tauschen?

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Liebe Hörer:innen,

mit dieser Folge beenden wir unsere erste Staffel von Frau FM – laut und weiblich dem Frauenpodcast der MOPO.
Es war uns eine unglaubliche Freude euch all diese wunderbaren Frauen vorzustellen und hoffen, dass ihr genau wie wir ein paar Vorbilder für euch gewinnen konntet.

Die zweite Staffel wird in wenigen Wochen starten, etwas anders als jetzt, aber genauso grandios.

Wir freuen uns, wenn ihr noch ein letztes Mal in die erste Staffel reinhört.

Vielen Dank und alles Liebe

Eure Sina und Alisa

Diese Frau macht Frauen Bock auf Geld

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„Das mit dem Geld macht mein Mann“: Nur eine der Ausreden, mit denen sich Frauen häufig aus dem Thema Finanzen winden.  Aber: Um ein selbstbestimmtes und auch glückliches Leben zu führen, müssen Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen, meint Natascha Wegelin (36), die seit fünf Jahren als Madame Moneypenny über Finanzmanagement für Frauen bloggt und Bücher schreibt. In unserer aktuellen „Frau FM“-Folge, die auch die vorerst letzte vor unserer Sommerpause ist, sprechen wir mit ihr darüber, wie Frauen in ihre eigene finanzielle Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit finden.

„Frauen schieben als Ausreden oft vor, keine Zeit zu haben oder auch Sätze wie ’Das verstehe ich sowieso nicht’ oder ’Das brauche ich nicht‘ fallen da bei mir im Seminar“, sagt Natascha. Wobei man jedoch klar zwischen Ausreden und Glaubenssätzen unterscheiden müsse, denn bei dem Thema mischt sich häufig beides. „Glaubenssätze entstehen schon in der Kindheit. Darüber, was wir beim Umgang der Eltern mit Geld sehen oder auch welche Überzeugungen innerhalb der Familie darüber entstehen und weitergegeben werden“, so Madame Moneypenny, die einst das Portal „wg-suche“ gründete. Doch wie werden Frauen zur Macherin im Bezug auf ihre Finanzen – und können sich aus Abhängigkeiten lösen?

„Es braucht vor allem ein gutes ‘Money-Mindset‘ und viel Reflektion“, so Natascha. Ein gutes ‘Money-Mindset‘ sind Gedanken und Überzeugungen zum Thema Geld – ohne Limitationen. Als Beispiele nennt Natascha: „Ich weiß, dass Geld ein gutes Mittel dazu ist, mir ein gutes Leben zu bauen“ oder „Ich lebe nicht im Mangel.“

Warum auch Frauen Bock auf Geld haben dürfen, warum Struktur und Ordnung wichtig sind und ein Haushaltsbuch nicht schaden kann erfahrt ihr in unserer neuen Folge.

Hört doch mal rein, wir freuen uns auf euch
Eure Sina und Alisa

Maria 2.0 Frauen-Aufbruch in der katholischen Kirche

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Endlich Schluss mit Hierarchien und Männerdominanz in der katholischen Kirche! Das fordert seit 2019 die Frauen-Reformbewegung Maria 2.0. In dieser Folge haben wir mit Mitinitiatorin Lisa Kötter über die patriarchalen Strukturen gesprochen, die sie mit anderen Frauen aufbrechen will. Maria 2.0 kämpft gegen den rückwärtsgewandten Blick der katholischen Kirche und für eine Gemeinde, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind und der das Leid der Schutzlosen wichtiger ist als die Macht weniger.

„Das, was zum Himmel stinkt in der katholischen Kirche, ist eine Struktur, die es ermöglicht, dass Menschen in der Institution Kirche verletzt werden. Es geht um Machtmissbrauch in jeglichem Sinne“, beschreibt Lisa Kötter die Missstände. Immer mehr Menschen kehren der katholischen Kirche den Rücken.

„Die Männer in der römisch-katholischen Kirche sind alleine entscheidungsbefugt, sie stehen geschlossen und schaffen so Intransparenz“, erläutert Kötter. Doch statt stillschweigend auszutreten, geht die Münsteranerin mit anderen Frauen voran. Maria 2.0 hat Zulauf, auch in den obersten Rängen der katholischen Kirche sorgen die Frauen, die deutschlandweit auf die Straße gehen oder ihre Thesen an die Kirchentüren nageln, für Aufruhr.

Was Lisa Kötter zu den Missbrauchsvorwürfen sagt, wie eine neue reformierte Kirche aussehen sollte und was für sie der Glaube bedeutet erfahrt ihr, wenn ihr reinhört.

Wir freuen uns auf euch und euer Feedback
Sina und Alisa

Wenn Frauen die Männer überragen

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Frauen bevorzugen große Männer – sie gelten als die Beschützer. Männer haben Angst vor großen Frauen – sie nehmen zu viel Raum ein: Soweit die Klischees. Doch ist das wirklich so? Schauspielerin Andrea Gerhard (37, „Der Bergdoktor“) kennt sich aus mit dem Thema, denn sie ist 1,85 Meter groß und weiß um die Vor- und Nachteile, mit denen sich große Frauen auseinandersetzen müssen. Sehr ehrlich und offen spricht sie in der aktuellen „Frau FM“-Folge darüber, mit welchen Problemen sie im Alltag, aber vor allem in den Köpfen der Menschen zu kämpfen hat – und wie es ist, dass ihr Freund gute zehn Zentimeter kleiner ist als sie.

„Na wie ist die Luft da oben“, „Giraffe“ oder „langes Elend“: Das sind nur einige der Sprüche und Beleidigungen, die große Menschen zu Genüge kennen – auch Andrea. „Ich weiß nicht, wie oft ich das Wort Bohnenstange gehört habe. Aber zum Glück hatte ich immer einen tollen Freundeskreis, der mich stabilisiert hat – auch schon in der Grundschule“, sagt sie rückblickend. „Aber klar, das war ein langer Weg, bis ich mich in diesem langen Körper wohl gefühlt habe“, so Gerhard weiter. Schon in der Grundschule habe sie gemerkt, dass sie einen „Riesen-Schuss“ nach oben machte und war schon relativ früh um die 1,80 Meter groß.

„Das was immer stört ist, dass ich so dauerhaft sichtbar bin“, sagt die Schauspielerin. Und: „Ich werde immer wieder und komplett ungefragt auf meine Körpergröße angesprochen, was schon in die Richtung Alltagssexismus geht. Ich werde bestimmt dreimal am Tag gefragt, wie groß ich bin“. Vor allem in den sozialen Medien ploppt diese Frage immer wieder auf. Auch in der Schauspielbranche ist es teilweise schwer für die 37-Jährige, an Jobs zu kommen. „Klar, ist meine Größe immer mal wieder ein Problem. Oft sind männliche Schauspieler einfach schon gesetzt, sind kleiner als ich und dann bin ich raus.“

Warum die Körpergröße bei der Liebe völlig nebensächlich sein sollte und warum es wichtig ist sich selbst zu spüren und für sich ein ein Zuhause in seinem eigenen Körper zu finden erfahrt ihr, wenn ihr in unsere neue Folge reinhört.

Wir freuen uns auf euch
Ganz liebe Grüße
Sina und Alisa

Die Literaturbranche hat ein Männerproblem

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Die Welt der Bücher und Geschichten ist groß – und doch ist sie meist noch männerdominiert. Ob in den Chef-Etagen der großen Verlage oder bei der Literaturkritik: Männer sind am Ruder. Dabei sind die meisten Menschen, die lesen, weiblich und es gibt zahlreiche namhafte und spannende Autorinnen in Deutschland.

Melanie Raabe (39) aus Köln ist eine von ihnen und gehört zu den erfolgreichsten Thriller-Autorinnen des Landes. In der aktuellen Folge von „Frau FM – laut und weiblich“ sprechen wir mit ihr unter anderem über das Verhältnis der Geschlechter in der Literaturbranche, wie sie ihren Weg zur Bestsellerautorin gegangen ist – und wo sie ihre Inspiration findet.

Mit dem Schreiben von Romanen Geld verdienen: Davon träumen viele. Melanie lebt ihn und hat bereits mehrere geschrieben. Doch genau wie vielen anderen heute erfolgreichen Autor:innen, war es auch bei ihr zunächst ein holpriger Weg. „Ich wusste nach dem Abi nicht, was ich machen sollte. Aber: Ich liebte Literatur immer und wollte immer schreiben. Es kam aber nie in meiner Lebenswirklichkeit vor, damit Geld zu verdienen“, erzählt sie.

„Es ist wichtig zu wissen: Es klappt bei den meisten nicht auf Anhieb. Diese Geschichten von Leuten, die über Nacht berühmt werden in der Künstlerwelt sind selten“, so Melanie.

Wenn ihr noch mehr über Melanies Weg zur Autorin wissen wollt, woher sie ihre Kreativität schöpft und wie viele ihrer Bücher tatsächlich abgelehnt wurden, bevor sie 2015 mit ihrem Roman "Die Falle" Erfolge feierte, dann hört in unsere neue Folge rein.

Wir freuen uns auf euer Feedback.
Eure Sina und Alisa

Wie war eigentlich Ihr Weg in die Politik, Frau Fegebank?

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Zweite Bürgermeisterin, Zwillings-Mama und engagierte Kämpferin für Frauenrechte: Nur einige der Facetten von Katharina Fegebank (44). Für die aktuelle Folge des MOPO-Podcasts „Frau FM – laut und weiblich“ haben wir mit der Grünen-Politikerin gesprochen und wollten vor allem den Menschen dahinter näher kennenlernen, denn politische Interviews gibt es schon genug. Wie war ihr Weg ins Hamburger Rathaus? Wie sieht ihr Alltag als Zwillingsmama und Spitzen-Politikerin aus? Und wie schafft sie es, sich in der oft noch männerdominierten Politik durchzusetzen?

Durchsetzungsstarke Rednerin, professionelle Medienfrau und scharfe Diskussionspartnerin: das politische Werkzeug beherrscht Katharina Fegebank perfekt. Kein Wunder, die 44-Jährige hat schon so einige Stationen bei den Grünen hinter sich und ist seit 2015 Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin.

Selbstbewusst – und entgegen so manch immer noch gängigen Klischees von berufstätigen Frauen – entschied sie sich auch dafür, nach der Geburt ihrer Zwillingsmädchen 2018 schnell wieder in die Politik zurückzukehren und sagt: „Mich hat es schon aufgeregt, dass ich im Gegensatz zu meinen männlichen Kollegen immer wieder danach gefragt wurde, ob ich zurückkommen möchte – und wie ich das Mutter-Sein und das Amt der Spitzenpolitikerin vereinbaren will.“

Auch auf der Straße kommt es immer mal wieder zu Diskussionen mit Menschen, die ihren Weg nicht verstehen und sie als „Rabenmutter“ bezeichnen. „Da wundert mich schon so einiges, denn eigentlich haben wir doch schon so viel geschafft“, so Fegebank in Bezug auf die Hamburger Schul- und Kita-Politik. Das Politische soll ja nicht zu kurz kommen.

Wir haben mit Katharina Fegebank auch über die aktuellen Corona-Probleme gesprochen, warum Frauen den Kahn durch die Krise steuern und warum Frauenquoten und eine Reform des Ehegatten-Splittings längst überfällig sind.

Das Gespräch haben wir am 22. März aufgezeichnet.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Reinhören und freuen uns auf euer Feedback.

Eure Sina und Alisa

Sex nicht nur mit dem eigenen Mann – Darum führe ich eine offene Ehe

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Polyamorie, Polygamie oder „Friends with benefits“: Alternative Beziehungsmodelle abseits der klassischen monogamen Zweier-Beziehung werden immer häufiger – und viele Menschen definieren ihre Regeln für die Liebe neu. Auch Hamburgerin Lena (28) und ihr Ehemann führen seit mehr als zwei Jahren eine offene Ehe, also erlauben sich Dates und Sex mit anderen Partner:innen. In dieser Folge haben wir mit ihr darüber gesprochen, wie sich das eigentlich anfühlt, wenn man nicht mehr nur mit dem eigenen Ehemann schläft, sondern auch regelmäßig mit einer, einem oder mehreren anderen Partner:innen. Warum haben sie sich dafür entschieden? Und: Ist man irgendwann überhaupt noch eifersüchtig?

Sex mit einem oder einer anderen spukt vielen monogam lebenden Paaren immer mal wieder im Kopf herum. Doch meist bleibt es dort – und wird zu einer Fantasie. Dies Realität werden zu lassen, haben Lena und ihr Ehemann 2019 nach ihrer Hochzeit entschieden – und führen seitdem eine offene polygame Ehe. Zuvor lebten sie sechs Jahre lang klassisch monogam.

„Am Anfang hatten wir tausend Regeln, um uns so sicher wie möglich damit zu fühlen. Doch wir haben schnell da reingefunden. Mittlerweile wissen wir beide sehr genau, was wir daran haben.“ Andere Bettpartner:innen und Dates hatten beide schon einige, Lena hat seit Längerem eine feste Affäre neben ihrem Ehemann. Beim ersten Mal hatten beide parallel ein Date an einem Abend. „Da waren wir beide natürlich total aufgeregt“, so die 28-Jährige. Aber ihnen wurde schnell klar: Wir haben zwar mit anderen Menschen geschlafen, aber wir sind immer noch die gleichen und empfinden füreinander gleich.

Wie viele Regeln am Ende übrig geblieben sind, was sie über sich und ihren Partner gelernt hat und ob sie jetzt glücklicher ist erfahrt ihr, wenn ihr reinhört.

Wir freuen uns auf euch und euer Feedback.
Eure Sina und Alisa

Mütter und Töchter – die große Liebe oder ewiger Kampf?

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Sie ist die erste Person in unserem Leben, sie schenkt uns (bestenfalls) Geborgenheit und Wärme – und doch kann sie auch zu unserer stärksten Kritikerin, manchmal sogar zur Feindin werden: unsere Mutter. Über die besondere Beziehung, die gerade Mütter und Töchter haben, hat die Hamburger Autorin Silia Wiebe das Buch „Unsere Mütter: Wie Töchter sie lieben und mit ihnen kämpfen“ (Klett Cotta) geschrieben – und zwölf Mutter-Tochter-Beziehungen portraitiert. In dieser Folge haben wir mit Silia über Mütter, Töchter, Prägungen und das eigene Potenzial gesprochen.

„Die Beziehung zu meiner Mutter war etwa bis ich 40 wurde, sehr wellenförmig. Ich habe mich dann irgendwann gefragt: Was ist eigentlich meine Aufgabe in dieser Beziehung? Welchen Anteil kann ich da einbringen, damit diese Wellen mal ein bisschen ruhiger werden und ich mich nicht mehr so anstrenge, Liebe und Anerkennung von meiner Mutter zu kriegen“, sagt die Autorin zur Idee ihres Buches. Eine Beziehung, die sich im Lauf des Lebens verändert und auch sonst verschiedenste Facetten und Schattierungen haben kann.

Hat die Suche nach Anerkennung der Mutter jemals ein Ende? Darüber sprechen wir mit Silia. Eines steht aber fest: „Es ist egal, wie meine Mutter mich sieht. Ich bin mir jetzt selbst eine Mutter. Denn ich bin selbstständig verantwortlich für mich. “ Gerade Frauen fällt es immer noch schwer, sich Anerkennung für sich selbst zu geben.

Es geht um das Durchbrechen von alten Mustern und Traumata, um Beobachtungen des eigenen Verhaltens und das Annehmen der Mutter als Frau mit einem eigenständigen Leben.

Vielleicht findet sich ja die ein oder andere in diesem Gespräch wieder. Wir freuen uns auf euer Feedback.

Eure Sina und Alisa

Ladys! Wir müssen über Verhütung sprechen

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Ob Pille oder Spirale: Verhütung ist – bis auf das Kondom und die männliche Sterilisation – immer noch Frauensache. Doch wie findet man das richtige Verhütungsmittel und wie sehr verändert die Pille tatsächlich den Hormonhaushalt?

Gynäkologin Dr. Sheila de Liz (52) aus Wiesbaden ist Expertin auf dem Gebiet – und mittlerweile durch TV-Auftritte und einem eigenen YouTube-Kanal zu Deutschlands wohl bekanntester Frauenärztin geworden. Bei der Bestseller-Autorin („Unverschämt – Alles über den fabelhaften weiblichen Körper“) gilt: Keine Tabus! Über alles darf gesprochen – oder geschrieben – werden. In der aktuellen Podcast-Folge von „Frau FM – laut und weiblich” räumt die Vollblut-Medizinerin mit allerlei Mythen über Spirale, Hormone und Co. endlich auf.

Zu viele Hormone, zu wenig Flexibilität, ein Fremdkörper in der Gebärmutter oder jedes Mal vorm Sex „Gummi drüber“: Es ist schon so eine Sache mit der Verhütung. Richtig unkompliziert ist da eigentlich nichts und jede Methode hat seine Vor- und Nachteile, die Frau (und Mann) ganz individuell für sich abwägen müssen. Auch Dr. Sheila de Liz sagt: „Das optimale Verhütungsmittel gibt es nicht. Es ist immer noch so, dass die Frauen irgendetwas an sich manipulieren oder einnehmen müssen. Ausnahme ist dann natürlich das Kondom.”

In unserer neuen Folge erfahrt ihr mehr über das am meisten genutzte Verhütungsmittel, die Pille. Wie schlimm ist sie wirklich und ist eine Hormonspirale besser oder schlechter? Was ist der Unterschied zur Kupferspirale und welche Möglichkeiten gibt es eigentlich für den Mann?

Wir hoffen euch mit dieser Folge ein wenig dabei zu helfen, dass richtige Verhütungsmittel zu finden und ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen.

Wir freuen uns auf euer Feedback.

Eure Sina und Alisa

Warum Frauen zum Führen keinen Hosenanzug brauchen

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Abgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft, Chefin einer eigenen Personalberatung und seit Kurzem Herausgeberin von „Strive”, dem ersten Business und Politik Magazins aus rein weiblicher Perspektive: Hamburgerin Katharina Wolff (37) sprudelt vor Energie und Tatendrang – und sucht sich immer neue Herausforderungen.

Ihre größte Motivation: Erfolgreiche Frauen und Frauen in Führungspositionen sichtbar zu machen. In unserer aktuellen Folge spricht die Powerfrau über ihr Erfolgsrezept – und darüber, warum sie nicht viel von der Frauenquote hält.

Taff, machtbesessen und egoistisch: Vorurteile über Frauen, die auf der Karriereleiter nach oben klettern, gibt es viele. Weiterer Klischee-Dauerbrenner: Karrierefrauen sind zweite Männer. Doch müssen Frauen heutzutage wirklich noch männliche Führungsattribute an den Tag legen, um ernst genommen zu werden?  „Wir müssen nicht alle in Hosenanzügen rumlaufen, um eine gute Führungskraft zu sein“, meint Katharina dazu. Sie muss es wissen, denn die 37-Jährige führt seit zehn Jahren „D-Level”,  ihre eigene Personalberatung.

Zum ersten Mal Führungskraft war sie bereits mit 26 – in einem Alter, in dem andere noch studieren. Katharina meint: „Der größte Irrglaube ist, dass wir die besseren Männer werden müssen. Aber das müssen wir nicht. Wir sind nun einmal anders als sie.“ Sie sagt, dass erfolgreiche Frauen nicht anders führen als gute männliche Führungskräfte. „Am Ende kommt es auf Selbstreflexion an, also wie gut gestehe ich mir selber Fehler ein und durchbreche auch meine eigenen alten Muster.” Jedoch: Katharinas Meinung nach fällt es Frauen oft leichter ihr Team mitzunehmen und sich besser in andere Bedürfnisse reinversetzen.

Hört rein und erfahrt mehr über Katharinas Meinung zur Frauenquote, ihr Rezept für blöde Anmachen oder unpassende Sprüche und warum es wichtig ist, sich Fehler einzugestehen und auch Mal nach Hilfe zu fragen.

Wir wünsche euch viel Spaß mit unserer neuen Folge
Eure Sina und Alisa

Über diesen Podcast

Frida Kahlo, Marie Curie, Coco Chanel, Angela Merkel – vier Frauen, vier individuelle Lebenswege, vier Vorbilder. Fragt man Frauen nach ihren Vorbildern, ist es sehr wahrscheinlich, dass mindestens einer dieser Namen irgendwann fällt. Große Frauen gibt es viele in der Weltgeschichte, ihr Vermächtnis und ihr Schaffen sind immens – aber: Was ist mit den Frauen, die in unserer Nachbarschaft leben? Frauen, die mit ihrer Botschaft raus gehen – und sich nicht darum scheren, was andere dazu sagen? Frauen, die es in Branchen geschafft haben, die eigentlich sogenannte „Männerdomänen“ sind?
Frauen, die sich ihrer Angst stellen, gesehen zu werden, auch wenn sie anders sind und vermeintlich nicht der geltenden Norm entsprechen. Sind sie nicht mindestens genauso spannend wie all die großen Namen aus der Weltgeschichte?
Wir finden ja. Deswegen geben wir der MOPO endlich eine weibliche Stimme und wollen zeigen: Junge Gründerin, Mama werden ohne Mann oder Gangster-Rapperin – Weiblichkeit und „Frau Sein“ ist 2020 so vielfältig wie noch nie. Wir wollen mit dem Frauen-Podcast „Frau FM – laut und weiblich“ die Geschichten hören und zum Klingen bringen. Denn in jeder von uns steckt das Potenzial zum Vorbild. Dabei stehen wir irgendwo zwischen Feminismus, Female Empowerment und Sisterhood. Das Ellenbogen Ausfahren überlassen wir sehr gerne den Männern, denn wir wissen: Nur zusammen sind wir stark.

von und mit Sina Riebe, Alisa Pflug

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